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Berger See/Muhs-Panoramaweg:
Atemberaubende Ausblicke auf die Hohen Tauern
Abb. 1
Rund 1.100 Meter über dem Bergsteigerdorf Prägraten in Osttirol bietet sich von der Zopatnitzenalm wie von einem Balkon ein herrlicher Ausblick auf das gesamte Großvenediger-Massiv im Norden sowie auf die Dreiherrenspitze und die Rötspitze im Westen und – etwas weiter entfernt – auf den Großglockner im Osten. Zuvor schon erreicht man den Berger See, ein wunderbar gelegener, kleiner Bergsee, an dessen Ufer die Berger See Hütte (Abb. 1) steht.

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz vor dem Gemeindeamt in Prägraten (1.310 m), oder man fährt von dort ca. 30 Meter Richtung Westen taleinwärts und dann links die Straße hinunter zur Iselbrücke und benützt dort einen der wenigen Parkplätze.
Nun geht es zu Fuß auf einer Forststraße etwa 250 Meter aufwärts, weiter links über einen Wildbach (Brücke) und dann steil hinauf in den Wald. Unser schmaler, aber gut begehbarer Steig windet sich in vielen Kehren zum Teil sehr steil im Wald aufwärts. Es bietet sich immer wieder eine tolle Aussicht nach Prägraten und ins Virgental. Im oberen Teil des Waldes werden die Kehren etwas weiter ausholend und der Steig etwas flacher. Nach ca. 2½ Stunden und 850 Höhenmetern (Hm) erreicht man im bereits freien Gelände das Wetterkreuz (2.148 m, Abb. 2). Hier hat man erstmals einen tollen Ausblick auf den Osttiroler Alpenhauptkamm (Hohe Tauern), von der Rötspitze im Westen bis zum Großglockner im Osten.

Nun geht es nicht den steilen Steig weiter hinauf auf den Berger Kogel (2.656 m, Abb. 3), sondern in südlicher Richtung fast eben zum Berger See und zur Berger See Hütte (2.181 m) – im Hintergrund immer den Lasörling (3.098 m, Abb. 4) im Blick. Nach etwa 30–45 Minuten und einem kurzen Schlussanstieg erreicht man den kleinen See und die Hütte (Abb. 5), der sich idyllisch in die ihn umgebende Bergwelt einfügt. Wer nur bis zu diesem wunderschönen Platz wandern möchte, für den besteht die Möglichkeit, vom Berger See direkt neben einem Bach ins Tal wieder nach Prägraten abzusteigen.

Nach einer Rast setzt man seine Wanderung jetzt Richtung Norden fort, steigt unter dem Gipfel des Muhskopfs (2.561 m) auf und gelangt nach ca. 30–45 Minuten und weiteren ca. 200 Hm auf den schon beschriebenen Aussichtspunkt, die Zopatnitzenalm, den höchsten Punkt unserer Wanderung und des Muhs-Panoramaweges, der diesen Namen zu Recht trägt: Bei schönem, klarem Wetter ist der Ausblick im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend (Abb. 6), (Abb. 7), (Abb. 8), (Abb. 9) und (Abb. 10)!

Wenn man sich schweren Herzens losgerissen hat, geht es nun recht gemütlich auf dem Muhs-Panoramaweg in rund 1,0–1½ Stunden 500 Hm abwärts, zuerst Richtung Süden – und nach einer 180 Grad-Kurve – Richtung Norden zur Lasnitzenalm (1.895 m), wo man sich in einer Hütte mit Blick zum Großvenediger (Abb. 11) stärken kann. Der Abstieg nach Prägraten (Abb. 12) erfolgt dann in ca. 1,0–1½ Stunden größtenteils im Wald auf einer breiten Forststraße.

Bei der Iselbrücke wieder angekommen, hat man eine lange und anstrengende Wanderung hinter sich, die man aufgrund des Panoramas nicht so schnell vergessen wird.
HM/Zeit:
ca. 1.100 Hm in ca. 3½–4 Stunden (Aufstieg zur Zopatnitzenalm) bzw. 2,0–2½ Stunden (Abstieg)
Zeitraum:
Mai–Oktober (im Sommer starke Sonneneinstrahlung auf dem Muhs-Panoramaweg!)
Anforderungen:
Lange, technisch einfache, aber anspruchsvolle Tour auf Grund der Länge und der Höhenmeter auf gut angelegten, zum Teil recht steilen Steigen und Wegen
Highlights:
Berger See und die atemberaubenden Blicke zu den Hohen Tauern
Anfahrt:
Nach Matrei in Osttirol entweder über das Drautal (Lienz) und das Iseltal oder durch den Felbertauern-Tunnel. Von Matrei ca. 10 km das Virgental taleinwärts bis Prägraten am Großvenediger. Dort entweder vor dem Gemeindeamt oder bei der Iselbrücke parken.
Einkehr:
Berger See Hütte und Lasnitzenalm
Koordinaten Ausgangspunkt:
Referenzsystem ETRS89
Geogr. Länge/Breite: 12°22'07''/47°00'53''
Rechtswert (UTM): 300020 m (Zone: 33 N)
Hochwert (UTM): 5210170 m (Zone: 33 N)

BEV Plan:
ÖK50/3226, 3102, 3101 und 3225


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