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Hutwisch:
Auf die höchste Erhebung der Buckligen Welt
Abb. 1
Ganz im Südosten von Niederösterreich liegt die Bucklige Welt. Dass dieser hügelige Landstrich zwischen Südautobahn (A2) im Westen, dem Steinfeld im Norden und der Landesgrenze zum Burgenland im Osten und Süden seinen Namen vollkommen zu Recht trägt, sieht man am besten von der Aussichtswarte, die auf dem Gipfel der höchsten Erhebung der Buckligen Welt, dem 896 Meter hohen Hutwisch (Abb. 1), steht. Unzählige buckelförmige, meist waldlose Hügel prägen diese liebenswerte Landschaft.

Eine für die ganze Familie gut geeignete, nicht allzu lange Rundwanderung auf den Hutwisch startet im Kurort Bad Schönau. Am oberen, südlichen Ortsende (490 m) beim Gasthof Nussbaumhoff, von dessen Parkplatz man im Westen Schloss Krumbach (Abb. 2) gut sehen kann, zweigt von der Dorfstraße rechts in Richtung Kurpark ein breiter, grün und blau markierter Weg (Nr. E7) ab, der am oberen Ende des Kurparks (Abb. 3) leicht abwärts zu einem Sportplatz führt. Kurz nachdem man diesen passiert hat, erreicht der Weg – nun leicht aufwärts führend– einen Wald. In diesem teilt sich der Weg, wir wandern nun links auf dem grün markierten, etwas steiler werdenden Weg (Nr. E19) aufwärts. Schon bald verlässt uns links der rot markierte Rundweg, wir steigen weiter – nicht mehr ganz so steil – im Wald auf, bis unser Weg nach ca. 30–45 Minuten vom Ausgangspunkt in einen gelb markierten Weg (Nr. E2) mündet, der sich nun – kaum ansteigend – Richtung Süden fortsetzt. Nach weiteren 20–25 Minuten kommt man erneut zu einer Weggabelung (760 m). Rechts bietet sich – ohne allzu großen Umweg – ein Weg zum Höhwirt, der einzigen echten Einkehrmöglichkeit unterwegs, an.

Wir steigen auf dem weiterhin gelb markierten Weg, der wieder etwas steiler wird, auf, wobei sich der Wald langsam lichtet und wir nach wenigen Minuten eine Straße erreichen. Rechts von uns am Ende einer großen Wiese ist der Höhwirt (Abb. 4) gut zu sehen. Diese wird zum Wald hin gequert, schon bald stoßen wir auf eine weitere Wegkreuzung, bei der wir uns rechts halten. In einem leichten Auf und Ab geht es nun in ausreichender Entfernung zur wenig befahrenen Straße weiter Richtung Süden. Nach etwa 10–15 Minuten ab der Straßenquerung gelangt man nochmals zu einer großen Wegkreuzung. Geradeaus geht es bequemer auf einem Fahrweg zum höchsten Punkt des Hutwischs, wir aber biegen links ab und steigen – zunächst wieder etwas steiler – auf einem rot markierten Wanderweg auf, der aber in Folge wieder abflacht und zum Fahrweg zurückkehrt, auf dem man die letzten Schritte zur Aussichtswarte (Abb. 5) aufsteigt. Auf dieser gewählten Route hat man für die rund 420 Hm von Bad Schönau rund 1½–2 Stunden auf den Hutwisch (896 m) benötigt.

Um die Aussicht zu genießen, sollte man unbedingt auf den 22 Meter hohen Holzturm steigen. Von hier überblickt man von Süden aus die gesamte Bucklige Welt, im Westen grüßen Schneeberg, Rax und Hochwechsel (Abb. 6) und von Nordosten bis Südwesten ist fast das gesamte Burgenland vom Neusiedlersee über den Geschriebenstein bis ins südburgenländische Hügelland zu sehen. Neben der Warte befindet sich die kleine Hutwischhütte (Abb. 7), die aber offensichtlich nur sehr selten geöffnet ist. Gleich daneben gibt es auch ein mächtiges Gipfelkreuz, das als Kriegsgedenkstätte dient.

Verlief der größte Teil des Aufstiegs im Wald und damit im Schatten, sind große Teile des Abstiegsweges (Nr. E1) bei Schönwetter sonnenbeschienen. Zunächst noch im Wald, geht es in nördlicher Richtung ein paar Meter abwärts, bis man auf einen Querweg trifft, dem man – sich links haltend – einige Meter folgt. Dann zweigt unser weiterer, rot markierter Abstiegsweg rechts ab und wird nun etwas steiler.. Nach einer leicht nach rechts versetzten Querung eines weiteren Weges kommt das einzige anspruchsvollere Wegstück: Recht steil führt ein schmälerer Steig hinunter in die kleine Siedlung Wenigreith (750 m), die man nach etwa 15–20 Minuten vom Gipfel erreicht. Wir halten uns auf der Dorfstraße links, verlassen diese aber – uns rechts haltend – nach wenigen Metern wieder und steigen nun in einem großen Bogen im offenen Gelände teilweise etwas steiler weiter ab. Dabei passiert man drei Kreuze (Abb. 8) und genießt nochmals vor sich den Blick zum mächtigen Schneeberg (Abb. 9). Etwa 10–15 Minuten von Wenigreith folgt wieder ein kurzes Waldstück, das uns in den kleinen Weiler Schützenkasten (ca. 650 m) führt. Wieder im offenen Gelände, geht es kurz abwärts in einen bewaldeten Graben. Langsam nähern wir uns auf der rechten Seite des Grabens dessen tiefstem Punkt (550 m), wo wir etwa 45 Minuten vom Gipfel des Hutwischs auf einer Brücke den kleinen Hollerbach überqueren. Auf der anderen Seite des Grabens gilt es nun, größtenteils im offenen Gelände, eine zum Teil recht steile Gegensteigung von über 60 Hm zu bewältigen, bis man auf eine Straße stößt.

Der direkte, rot markierte Weg führt nun auf dieser Straße in etwa 20–30 Minuten zurück zum Ausgangspunkt, wir empfehlen aber einen kleinen Umweg. Halb rechts führt ein breiter, gelb markierter Weg (Weg Nr. E2) in Richtung Maierhöfen, der ohne Höhenverlust in nordöstliche Richtung führt. Dabei kann man, wenn man sich umdreht, nochmals den bewaldeten Gipfelaufbau des Hutwischs (Abb. 10) und in Richtung Norden die Bucklige Welt (Abb. 11) gut sehen. Nach einer weiteren kleinen Gegensteigung zweigen wir links auf den blau markierten Weg (Weg. Nr. E4) ab, der – zuerst ein wenig steiler – zurück zur zuvor gemiedenen Straße führt. Auf dieser geht es vorbei am Ortsfriedhof – nochmals steiler abfallend – zurück zum Gasthof Nussbaumhoff am südlichen Ortsende von Bad Schönau (Abb. 12), das man auf dieser Abstiegsvariante in etwa 1½–1¾ Stunden vom höchsten Punkt der Buckligen Welt erreicht.
HM/Zeit:
Vom Gasthof Nussbaumhoff mit allen Gegensteigungen beim Auf- bzw. Abstieg knapp 500 Hm in 1½–2 Stunden auf den Hutwisch (Aufstieg) bzw. über Wenigreith in 1½–1¾ Stunden (Abstieg) retour. Für den Umweg über den Höhwirt benötigt man beim Aufstieg ca. 10–15 Minuten.
Zeitraum:
Februar–Dezember (je nach Schneelage)
Anforderungen:
Eher kurze, einfache und familienfreundliche Wanderung. Steil ist nur der Beginn des Abstiegs vom Hutwisch nach Wenigreith.
Highlights:
Blick von der Aussichtswarte am Hutwisch über die Bucklige Welt zu Schneeberg, Rax, Hochwechsel und über fast das gesamte Burgenland; Kurort Bad Schönau
Anfahrt:
Auf der Südautobahn A 2 bis zur Abfahrt Krumbach (von Norden/Wien) bzw. Abfahrt Zöbern/Aspang (von Süden/Graz) und weiter auf der Bundesstraße B 55 ca. 10 km bis zur Abzweigung (rechts) nach Bad Schönau. Von der Bundesstraße B 50 (Verbindung Eisenstadt – Oberwart) bis zur Kreuzung mit der Bundesstraße B 55 bei Lockenhaus und weiter auf der Bundesstraße B 55 ca. 17 km bis zur Abzweigung (links) nach Bad Schönau. Von der Abzweigung von der B 55 durch den gesamten Ort auf- und südwärts bis zum Gasthof Nussbaumhoff fahren und dort parken.
Einkehr:
Gasthof Nussbaumhoff, Höhwirt (mit kurzem Umweg)


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