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Karlsbader Hütte/Lienzer Dolomiten:
Hochgefühle in einer imposanten Felsarena
Abb. 1
Wer die großartige Kalk- und Felslandschaft der Lienzer Dolomiten (Abb. 1) ohne große technische Schwierigkeiten erleben will, der steigt am besten durch das Laserztal (Abb. 2) von der Lienzer Dolomiten Hütte (1.616 m, Abb. 3) hinauf zur Karlsbader Hütte (2.261 m). Zum Ausgangspunkt dieser Tour führt eine Mautstraße von Tristach, man kann aber natürlich auch zu Fuß von Tristach oder von Amlach (Goggsteig – etwas ausgesetzt!) zur Lienzer Dolomiten Hütte aufsteigen.

Unsere Tour führt von der Lienzer Dolomiten Hütte zuerst einige hundert Meter fast eben direkt an Felsabstürzen taleinwärts (Achtung: Steinschlaggefahr!), wobei sich dabei auch ein schöner Blick in ein Seitental eröffnet (Abb. 4). Nach einem Gatter steigt die breite Forststraße etwas an und man erblickt bald neben der unbewirtschafteten Insteinhütte eine kleine Kapelle. Im direkt danebengelegenen befindlichen kleinen Glockenturm (Abb. 5) wird immer noch geläutet, wenn jemand in der Umgebung stirbt! Nach einem weiteren kurzen Anstieg stellt sich die Wahl: Entweder man bleibt auf der familienfreundlichen Forststraße oder man steigt auf einem hervorragend präparierten Steig teilweise steil auf. Da sich die beiden Möglichkeiten oft kreuzen, kann man immer wieder von der Straße auf den Steig und umgekehrt wechseln.

Knapp unter 2.100 Meter, nachdem man also fast 500 Hm (Höhenmeter) aufgestiegen ist, sieht man in einer Linkskurve bei einer kleinen Unterstandshütte erstmals das Ziel unserer Wanderung, die mächtige Karlsbader Hütte (Abb. 6), die oberhalb einer felsigen Steilstufe thront. Wer sich den abschließenden, etwas steileren und felsigeren Teil sparen möchte, sollte das letzte Wegstück auf jeden Fall auf der Forststraße zurücklegen. Nach insgesamt 650 Hm und ca. 2,0 Stunden (Steig) bzw. ca. 2½ Stunden (Forststraße) ist man am Ziel.

Hier ist man umgeben von den Kalkriesen der Lienzer Dolomiten, ein kleiner See hinter der Hütte trägt zum fast schon kitschigen Gesamteindruck, den man hier erleben kann, seinen Teil bei. Halbwegs geübte Bergwanderer können ohne weiteres auf den unzähligen Steigen rund um den Laserzsee (Abb. 7) und hinter und neben der Karlsbader Hütte herumwandern. Das Besteigen der die Hütte umgebenden Kalkriesen (Abb. 8) Seekofel (2.738 m), Wilde Sender (2.738 m), Gamsköpfe (2.695 m), Große (2.770 m) und Kleine (2.762 m) Sandspitze und Roter Turm (2.700 m) sowie die steilen Steige zu den Übergängen (Kerschbaumtörl und Laserztörl) sollte man aber auf alle Fälle geübten Alpinisten mit Ausrüstung (Helm!) überlassen. In Richtung Norden (Laserztal) lässt sich auch der Fernblick in Richtung Defregger Berge, Zettersfeld (Abb. 9) und Hohe Tauern im Hintergrund genießen.

Für den Rückweg von der Karlsbader Hütte zur Lienzer Dolomiten Hütte, bei dem man ständig den Rauchkofel (1.910 m, Abb. 10) mit seinen Sendemasten vor sich hat, sollte man auf der Forststraße ca. 2,0 Stunden und auf dem direkt abwärtsführenden Steig ca. 1½ Stunden einplanen.
HM/Zeit:
ca. 650 Hm in ca. 2,0 (Steig)/ 2½ Stunden (Forststraße) beim Aufstieg bzw. ca. 1½ (Steig)/2,0 Stunden (Forststraße) beim Abstieg
Zeitraum:
Mai–Oktober
Anforderungen:
Technisch einfache Tour für die ganze Familie auf dem Forstweg, auf dem Steig ebenfalls einfache Tour, aber teilweise steil und das letzte Stück felsiger
Highlights:
Die großartigen Felsformationen der Lienzer Dolomiten
Anfahrt:
Von Lienz in Osttirol über eine Mautstraße zur Lienzer Dolomiten Hütte
Einkehr:
Lienzer Dolomiten Hütte, Karlsbader Hütte
Koordinaten Ausgangspunkt:
Referenzsystem ETRS89
Geogr. Länge/Breite: 12°47'03''/46°47'27''
Rechtswert (UTM): 330910 m (Zone: 33 N)
Hochwert (UTM): 5184315 m (Zone: 33 N)

BEV Plan:
ÖK50/3109


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