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Halslspitze:
Ein wenig bekannter Almgipfel in den Tuxer Alpen
Abb. 1
Es kann schon passieren, dass man Einheimische in Vorderlanersbach im Tuxertal nach dem Weg zur Halslspitze (2.574 m, Abb. 1) fragt und diese nur mit den Schultern zucken. Dabei lohnt sich der Aufstieg zu dieser Almspitze auf jeden Fall, denn der Blick zu den Zillertaler Alpen im Süden und den Nordtiroler Kalkalpen im Norden ist grandios.

Fleißige Wanderer starten die Tour auf die Halslspitze in Vorderlanersbach (1.280 m) und steigen durch Wälder auf dem Weg Nr. 315 in rund 1½ Stunden zum Geislerhof auf 1.611 Meter Seehöhe. Bis hierher führt auch eine für den PKW-Verkehr zugelassene Bergstraße, wer möchte, kann also erst hier seine Wanderung beginnen.

Nun geht es (leider!) auf einer asphaltierten Straße in Serpentinen über den Geiselanger zur Geiselalm (ca. 1.900 m, Abb. 2). Einziger Trost sind die Blicke zu den schneebedeckten Gipfeln im Hintertuxertal (Abb. 3) und die weiten Almböden in der näheren Umgebung. Auf einem Almsteig geht es dann weiter – zuerst in nördlicher Richtung – rund 200 Hm (Höhenmeter) in Richtung Berg (Abb. 4) und dann – in westlicher Richtung – entlang des Berges wieder ca. 200 Hm zum Geiseljoch (Abb. 5), wo man die Kalkberge des Inntals (Abb. 6) zum ersten Mal erblickt. Der Wegweiser nennt nun erstmals die Halslspitze, die man vom Sattel zuerst über breite Almböden und dann auf einem etwas steiler werdenden Steig in rund 45 Minuten–1,0 Stunde erreicht. Vom hölzernen Gipfelblock (Abb. 7), der im Jahr 2007 errichtet wurde und bei dem das Geld für den zweiten Balken für ein Gipfelkreuz gefehlt haben dürfte, hat man einen grandiosen Ausblick auf den Alpenhauptkamm (Abb. 8). Im Westen reicht der Blick bis zu den Ötztaler und Stubaier Alpen, im Süden zu den Zillertaler Alpen mit Olperer (3.476 m), Hochfeiler (3.509 m) und Großem Möseler (3.480 m) und im Osten bis hin zu den Hohen Tauern. Im Norden sieht man das Kalkgebirge, nur der unmittelbare Nachbar im Osten, der 2.762 Meter hohe Rastkogel (Abb. 9), verstellt etwas den 360°Rundblick. Für den gesamten Aufstieg von Vorderlanersbach auf die Halslspitze, bei dem man rund 1.300 Hm bewältigen muss, sollte man etwa 4,0– 4½ Stunden einplanen.

Vom Gipfel der Halslspitze kann man entweder über den Aufstiegsweg (Nr. 315) in ca. 3,0–3½ Stunden (bis zum Geislerhof ca. 2,0–2½ Stunden) wieder bequem absteigen oder man quert den schmalen, kurzen Kamm zum Rastkogel (Abb. 10) und steigt über den breiten Almboden Richtung Süden und den Weg Nr. 318 zur Geiselalm ab. Wobei sich bei dieser Abstiegsvariante eine weitere Möglichkeit eröffnet: Vom Weg Nr. 318 nimmt man die Abkürzung und geht auf dem breiten Weg Nr. 53 zuerst zur Lämmerbichlalm und dann steil durch den Wald hinunter nach Vorderlanersbach (Abb. 11). Diese Abstiegsvariante kann aber nur dann gewählt werden, wenn man die lange Tour (ca. 7,0–8,0 Stunden) von Vorderlanersbach gewählt hat. Für die Wanderung vom und zum Geislerhof benötigt man (nur) etwa 4½–5½ Stunden.
HM/Zeit:
Vom Vorderlanersbach auf die Halslspitze ca. 1.300 Hm in etwa 4,0– 4½ Stunden beim Aufstieg bzw. ca. 3,0–3½ Stunden beim Abstieg. Wenn man die Tour beim Geislerhof startet, spart man rund 350 Hm und ca. 2½ Stunden.
Zeitraum:
Mitte Mai–Oktober
Anforderungen:
(Sehr) lange, anstrengende, technisch aber einfache Tour auf Straßen, Wegen und Almpfaden.
Highlights:
Großartiger Blick auf weite Teile der Tiroler Alpen; weitläufige Almböden
Anfahrt:
Von der Inntalautobahn A 12 bis Abfahrt Achensee/Zillertal, von dort ca. 30 km in südlicher Richtung auf der Bundesstraße B 169 bis Mayerhofen im Zillertal und kurz weiter bis zur Abzweigung ins Tuxertal. Auf der Straße ins Tuxertal ca. 10 km bis Vorderlanersbach Richtung Osten und im Ort parken bzw. auf einer engen Bergstraße bis zum Geislerhof.
Einkehr:
Geislerhof


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