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Großer Sonnleitstein:
Im Schatten der Großen
Abb. 1
Verglichen mit Schneeberg, Rax oder Schneealpe fristet der Große Sonnleitstein (Abb. 1) unter den Wiener Hausbergen eher ein Schatten-Dasein. Das liegt wahrscheinlich einerseits an der schweren Erreichbarkeit und andererseits kostet seine Besteigung doch einige Mühe. Der Ausblick – speziell auf die genannten „Großen“ unter den Wiener Hausbergen – , den man am Gipfel und teilweise schon am Weg dorthin bewundern kann, lohnt diesen Aufwand aber! Schon auf der Strecke zum Ausgangspunkt der hier beschriebenen Tour, dem Parkplatz in Hinternaßwald am Ende der befahrbaren Straße im niederösterreichischen Naßwaldtal, passiert man einen eindrucksvollen, schmalen, felsigen Canyon, der sogar von einem öffentlichen Autobus befahren wird. Da die Strecke teilweise recht unüberschaubar ist, sollte man nicht allzu schnell unterwegs sein!

Vom Ausgangspunkt in Hinternaßwald (ca. 710 m) geht es ein kurzes, ebenes Stück zu einer Weggabelung, bei der links einige Aufstiegsrouten auf Rax und Schneealpe abzweigen (Abb. 2). Wir halten uns rechts und nach einem weiteren kurzen Wegstück biegen wir wieder rechts auf eine Forststraße ab. Auf dieser geht es nun etwa 10–15 Minuten hinauf zu einer weiteren Weggabelung (ca. 815 m). Hier ist nun die Entscheidung zu treffen, auf welcher Variante man den Großen Sonnleitstein besteigt. Wir empfehlen für den Aufstieg den rechts abzweigenden „Franz Jonas Steig“, der sich – benannt nach dem ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten – steil, aber größtenteils im Wald durch den Oselgraben zwischen der felsigen Kudlmauer und dem Ohnemoas Kogel in unzähligen kleinen Serpentinen hinaufschraubt. Den Weg über den „Kaisersteig“ und die Ameisalm benützen wir dann beim Abstieg.

Von der Weggabelung führt der schmale Franz Jonas Steig auf lehmigem, oftmals rutschigem Boden durch dichten Wald aufwärts. Nach der Überquerung einer Forststraße muss die Hilfe einer alten, etwas brüchigen Holzleiter in Anspruch genommen werden. Weiter steil aufwärts – auf der rechten Seite nähern wir uns dabei langsam den Felsen der Kudlmauer – müssen wir immer wieder größeren Steinblöcken ausweichen oder über durch Stürme entwurzelte Bäume steigen. Das hat sogar dazu geführt, dass an einer besonders steilen Stelle der Weg verlegt werden musste. Auf jeden Fall ist man froh, hier auf- und nicht abzusteigen!

Nach etwa 75–90 Minuten von der letzten Weggabelung erreicht man bei einer weiteren Forststraße wieder offenes und weniger steiles Gelände (ca. 1.300 m). Beim Überqueren eines meist im Sommer verwachsenen Wiesenstückes gibt es dann erste schöne Ausblicke in Richtung Schneeberg im Osten (Abb. 3) und Rax im Süden. Nach wenigen Minuten durch hohes Gras erreichen wir wieder bewaldetes Gelände. Der Franz Jonas Steig führt nun nicht mehr nach Norden, sondern weiter nach Westen. Nach wenigen Minuten kommt man zu einem Aussichtspunkt, bei dem man vor dem östlichen Ende des felsigen Gipfelaufbaues des Großen Sonnleitsteins steht. Noch ein kurzes Stück durch lichten Wald aufwärts, wird es nach einem Holzlagerplatz wieder etwas mühsamer. Auf der steilen, südlich gelegenen Seite des Gipfelaufbaues schraubt sich der eher ungepflegte Steig am Beginn im offenen Gelände steil hinauf. Besonders bei großer Hitze ist das Wandern hier ein sehr anstrengendes Unterfangen. Einziger Trost ist der zunehmend schöner werdende Blick auf das Schneealpen-Massiv im Süden. Dann geht es zurück in den Wald. Hier bringt uns der schmale, jetzt wieder weniger steile Steig immer Richtung Westen – nur einmal kurz durch ein steileres, aufwärts führendes Stück unterbrochen – zur letzten Weggabelung im Laufe unseres Aufstieges. Wir halten uns rechts und steigen in 5–10 Minuten steil und steinig zu einem Wiesenplatz auf, der sich unterhalb des Gipfelfelsens (Abb. 4) ideal als Rastplatz anbietet. Von hier benötigt man noch etwa 5 Minuten auf der Südseite des beeindruckenden Gipfelaufbaues hinauf zum Gipfelkreuz des Großen Sonnleitsteins (1.639 m, Abb. 5), das auf einem kleinen Felsaufbau steht und von dem man einen wunderbaren Rundblick auf die Wiener Hausberge genießt. Weiter im Westen ist sogar der Hochschwab (Abb. 6) zu sehen. Vorsicht: Im Norden geht’s über Felsen fast senkrecht abwärts! Für den mühsamen und steilen Aufstieg auf dem Franz Jonas Steig, bei dem man etwa 930 Hm bewältigt, benötigt man ca. 3,0–3½ Stunden.

Zum Abstieg geht es wieder hinunter zum grasbewachsenen Rastplatz und weiter zur Weggabelung. Hier nun rechts abbiegen in Richtung Ameisalm. Der auch hier schmale Steig führt zu Beginn größtenteils mäßig steil abwärts Richtung Westen. Nach knapp 30 Minuten (von der Weggabelung) wird es noch einmal steiler. Der Steig wendet sich nach Süden und führt – wieder eine Forststraße querend – in etwa einer halben Stunde hinunter zu einem Forsthaus der Stadt Wien, das auf der Ameisalm steht. Leider gibt es hier keine Erfrischungen zu kaufen, nur frisches Quellwasser labt die Wanderer.

Entlang eines Baches, der zwei Mal auf wackeligen Brücken überquert wird, nähert man sich dann einem weiteren Höhepunkt dieser Tour: Während der Bach durch einen Canyon neben Felsen kaskadenartig abwärts rauscht (Abb. 7), schraubt sich unser Steig über einige Serpentinen steil hinunter zu einer breiten Forststraße. Auf dieser, die in den meisten Plänen als „Kaisersteig“ bezeichnet wird, geht es nun in etwa einer Stunde hoch oberhalb des Wasseralmbaches in östlicher Richtung talauswärts. Großartig dabei der Blick auf den Ameisbühel (Abb. 8), einen Nebengipfel der Schneealpe, und auf die westlichen, felsigen Ausläufer der Rax (Abb. 9) mit dem Habsburghaus hoch oben auf einer exponierten Stelle. Kurz bevor wir Hinternaßwald erreichen, kommen wir wieder zu jener Weggabelung, bei der wir zu Beginn unserer Tour auf den Franz Jonas Steig abgezweigt sind. Für den Abstieg vom Großen Sonnleitstein über die Ameisalm und den Kaisersteig sollte man etwa 2½–3,0 Stunden einplanen. Wieder am Ausgangspunkt in Hinternaßwald (Abb. 10) angelangt, kann man auf eine zwar anstrengende und teilweise auch herausfordernde, aber trotzdem sehr beeindruckende Wanderung mit vielen Natur-Highlights zurückblicken.

Vom Ausgangspunkt in Hinternaßwald (ca. 710 m) geht es ein kurzes, ebenes Stück zu einer Weggabelung, bei der links einige Aufstiegsrouten auf Rax und Schneealpe abzweigen (Abb. 2). Wir halten uns rechts und nach einem weiteren kurzen Wegstück biegen wir wieder rechts auf eine Forststraße ab. Auf dieser geht es nun etwa 10–15 Minuten hinauf zu einer weiteren Weggabelung (ca. 815 m). Hier ist nun die Entscheidung zu treffen, auf welcher Variante man den Großen Sonnleitstein besteigt. Wir empfehlen für den Aufstieg den „Franz Jonas Steig“, der sich – benannt nach dem ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten – steil, aber größtenteils im Wald durch den Oselgraben zwischen der felsigen Kudlmauer und dem Ohnemoas Kogel in unzähligen kleinen Serpentinen hinaufschraubt. Den Weg über den „Kaisersteig“ und die Ameisalm benützen wir dann beim Abstieg.

Von der Weggabelung führt der schmale Franz Jonas Steig auf lehmigem, oftmals rutschigem Boden durch dichten Wald aufwärts. Nach der Überquerung einer Forststraße muss die Hilfe einer alten, etwas brüchigen Holzleiter in Anspruch genommen werden. Weiter steil aufwärts – auf der rechten Seite nähern wir uns dabei langsam den Felsen der Kudlmauer – müssen wir immer wieder größeren Steinblöcken ausweichen oder über durch Stürme entwurzelte Bäume steigen. Das hat sogar dazu geführt, dass an einer besonders steilen Stelle der Weg verlegt werden musste. Auf jeden Fall ist man froh, hier auf- und nicht abzusteigen!

Nach etwa 75–90 Minuten von der letzten Weggabelung erreicht man bei einer weiteren Forststraße wieder offenes und weniger steiles Gelände (ca. 1.300 m). Beim Überqueren eines meist verwachsenen Wiesenstückes gibt es dann erste schöne Ausblicke in Richtung Schneeberg im Osten (Abb. 3) und Rax im Süden. Nach wenigen Minuten durch hohes Gras erreichen wir wieder bewaldetes Gelände. Der Franz Jonas Steig führt nun nicht mehr nach Norden, sondern weiter nach Westen. Nach wenigen Minuten kommt man zu einem Aussichtspunkt, bei dem man vor dem östlichen Ende des felsigen Gipfelaufbaues des Großen Sonnleitsteins steht. Noch ein kurzes Stück durch lichten Wald aufwärts, wird es nach einem Holzlagerplatz wieder etwas mühsamer. Auf der steilen, südlich gelegenen Seite des Gipfelaufbaues schraubt sich der eher ungepflegte Steig am Beginn im offenen Gelände steil hinauf. Besonders bei großer Hitze ist das Wandern hier ein sehr anstrengendes Unterfangen. Einziger Trost ist der zunehmend schöner werdende Blick auf das Schneealpen-Massiv im Süden. Dann geht es zurück in den Wald. Hier bringt uns der schmale, jetzt wieder weniger steile Steig immer Richtung Westen – nur einmal kurz durch ein steileres, aufwärts führendes Stück unterbrochen – zur letzten Weggabelung im Laufe unseres Aufstieges. Wir halten uns rechts und steigen in 5–10 Minuten steil und steinig zu einem Wiesenplatz auf, der sich unterhalb des Gipfelfelsens (Abb. 4) ideal als Rastplatz anbietet. Von hier benötigt man noch etwa 5 Minuten auf der Südseite des beeindruckenden Gipfelaufbaues hinauf zum Gipfelkreuz des Großen Sonnleitsteins (1.639 m, Abb. 5), das auf einem kleinen Felsaufbau steht und von dem man einen wunderbaren Rundblick auf die Wiener Hausberge genießt. Weiter im Westen ist sogar der Hochschwab (Abb. 6) zu sehen. Vorsicht: Im Norden geht’s über Felsen fast senkrecht abwärts! Für den mühsamen und steilen Aufstieg auf dem Franz Jonas Steig, bei dem man etwa 930 Hm (Höhenmeter) bewältigt, benötigt man ca. 3,0–-3½ Stunden.

Zum Abstieg geht es wieder hinunter zum grasbewachsenen Rastplatz und zur Weggabelung. Hier nun rechts abbiegen in Richtung Ameisalm. Der auch hier schmale Steig führt zu Beginn größtenteils mäßig steil abwärts Richtung Westen. Nach knapp 30 Minuten (von der Weggabelung) wird es noch einmal steiler. Der Steig wendet sich nach Süden und führt – wieder eine Forststraße querend – in etwa einer halben Stunde hinunter zu einem Forsthaus der Stadt Wien, das auf der Ameisalm steht. Leider gibt es hier keine Erfrischungen zu kaufen, nur frisches Quellwasser labt die Wanderer.

Entlang eines Baches, der zwei Mal auf wackeligen Brücken überquert wird, nähert man sich dann einem weiteren Höhepunkt dieser Tour: Während der Bach durch einen Canyon neben Felsen kaskadenartig abwärts rauscht (Abb. 7), schraubt sich unser Steig über einige Serpentinen steil hinunter zu einer breiten Forststraße. Auf dieser, die in den meisten Plänen als „Kaisersteig“ bezeichnet wird, geht es nun in etwa einer Stunde hoch oberhalb des Wasseralmbaches in östlicher Richtung talauswärts. Großartig dabei der Blick auf den Ameisbühel (Abb. 8), einen Nebengipfel der Schneealpe, und auf die westlichen, felsigen Ausläufer der Rax (Abb. 9) mit dem Habsburghaus hoch oben auf einer exponierten Stelle. Kurz bevor wir Hinternaßwald erreichen, kommen wir wieder zu jener Weggabelung, bei der wir zu Beginn unserer Tour über den Franz Jonas Steig aufgestiegen sind. Für den Abstieg vom Großen Sonnleitstein über die Ameisalm und den Kaisersteig sollte man etwa 2½–3,0 Stunden einplanen. Wieder am Ausgangspunkt in Hinternaßwald (Abb. 10) angelangt, kann man auf eine zwar anstrengende und teilweise auch herausfordernde, aber trotzdem sehr beeindruckende Wanderung mit vielen Natur-Highlights zurückblicken.
HM/Zeit:
Von Hinternaßwald über den Franz Jonas Steig auf den Großen Sonnleitstein etwa 930 Hm in ca. 3,0–3½ Stunden (Aufstieg) und über die Ameisalm und den Kaisersteig etwa 2½–3,0 Stunden (Abstieg).
Zeitraum:
April–Mitte November
Anforderungen:
Technisch einfache, aber lange, zum Teil steile und anspruchsvolle Tour auf teilweise schmalen Wegen und Steigen. An manchen Stellen ist Trittsicherheit erforderlich.
Highlights:
Blick zu den „Großen“ der Wiener Hausberge; unterwegs viele Naturschönheiten; Canyon bei der Hin- bzw. Rückfahrt
Anfahrt:
Von Wien (A2, S6) bzw. von Graz (A9, S35, S6) bis Abfahrt Gloggnitz. Von dort auf der B 27 durch das Höllental bis zum GH Singer. Von St. Pölten (A 1) über die B 20, B 214, B 21 und dann über die B 27 bis zum GH Singer am Beginn des Höllentals. Vom GH Singer im Naßbachtal bis zum Parkplatz in Hinternaßwald.
Einkehr:
Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs, GH in Naßwald und GH Singer
Koordinaten Ausgangspunkt:
Referenzsystem ETRS89
Geogr. Länge/Breite: 15°40‘00‘‘/47°44‘15‘‘
Rechtswert (UTM): 549990 m (Zone: 33 N)
Hochwert (UTM): 5287380 m (Zone: 33 N)

BEV Plan:
ÖK50/4211


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