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Weißenstein:
Zentraler Gipfel der Stubalpe
Abb. 1
Die Stubalpe ist der nördlichste Teil des weststeirischen Randgebirges, das sich vom Aichfeld im Norden bis zur Soboth im Süden entlang der steirisch-kärntnerischen Landesgrenze erstreckt. Die höchsten Erhebungen dieses größtenteils mit Almböden überzogenen Gebirgszugs liegen im Bereich der Stubalpe und erreichen knapp die 2.200-Meter-Grenze. Unser nachfolgender Wandertipp führt ausschließlich auf steirischem Boden von Westen auf den Weißenstein (Abb. 1), dessen Gipfel einen zentralen Punkt im Bereich der Stubalpe darstellt.

Der Ausgangspunkt der Tour liegt etwas oberhalb und östlich der Gemeinde Obdach (Abb. 2) beim Gasthaus Tirolerwirt (1.025 m). Wer sich aber ca. 1,5 km, ca. 150 Hm (Höhenmeter) und rund 30 Minuten (Rückweg: ca. 20 Minuten) Fußmarsch auf einer Forststraße ersparen will, startet die Tour bei einem Hof auf einer größeren Wiese, wo der Aufstiegsweg zur Weißensteinhütte die Forststraße verlässt. Man kann aber noch etwa 1,0 km auf der Forststraße Richtung Weißensteinhütte ins Lobenbachtal weiterfahren, den PKW an einer etwas breiteren Stelle (ca. 1.200 m) zwischen einer rechts und einer links abzweigenden Forststraße abstellen und auf der links abzweigenden Straße zum Kothmoarhof aufsteigen. Das im unteren Bereich bewaldete, weiter oben von Wiesen bedeckte Gelände ist zwar hier sehr steil, mit Hilfe zweier Serpentinen – mit nettem Blick hinauf zum Kothmoarhof (Abb. 3) – lassen sich aber die rund 125 Hm hinauf zum Kamm in ca. 15 Minuten leicht bewältigen. Hier stößt man auch auf den Aufstiegsweg vom Tirolerwirt.

Vom Kothmoarhof, von dem man Richtung Westen auch einen ersten, schönen Blick zum Zirbitzkogel hat, geht es nun Richtung Osten zuerst über eine Wiese in den Wald. Der breite, hier angenehm ansteigende Weg teilt sich nach wenigen Minuten, wobei wir uns rechts halten. Nach dem Queren einer Forststraße wird der markierte Weg etwas steiler und führt uns zu einer markanten Rechtskehre und von dort fast eben zu einer größeren Lichtung mit der Bezeichnung „Weißensteinebene“. Von hier hat man erstmals auch einen schönen Blick auf den Bergkamm der Stubalpe (Abb. 4). Unser Aufstiegsweg vereinigt sich am Ende der Wiese mit einer Forststraße, wobei man nach kurzer Zeit ein Kreuz, das am Wegesrand steht, passiert. Nun folgt ein längerer Wegteil meist auf breitem Weg, der – immer wieder andere Wege querend – gemütlich durch Waldgebiet hinauf zur Weißensteinhütte (1.702 m, Abb. 5) führt. Für die erste Wegetappe vom Lobenbachtal zur Hütte, auf der man etwas über 500 Hm bewältigen muss, benötigt man rund 75–90 Minuten. Besonders schön ist der Blick von der Weißensteinhütte in Richtung Südwesten zum Lavanttal und zur Kärntner Saualpe.

Vorbei an zwei Quellen geht es nun im Wald zuerst angenehm steil und dann eben in rund 10 Minuten zu einer Weggabelung: Geradeaus kommt man zum Peterer Sattel, der Stubalpe und Packalpe (Hirschegger Alpe) trennt, wir zweigen links Richtung Speikkogel ab und steigen ca. 5 Minuten zur nächsten Weggabelung auf, bei der wir uns wieder links halten. Hier auf ca. 1.800 m beginnt nun der eigentliche Aufstieg zum Weißenstein und zum unmittelbar benachbarten Ameringkogel. Entlang eines Zaunes und flankiert von Wacholdersträuchern führt der steinige Steig nun recht steil aufwärts. Nach ca. 150 Hm entfernen wir uns halblinks langsam vom Zaun und erreichen etwa bei der 2.000-Meter-Marke einen niedrigen Steinwall, der uns einige Meter nach oben begleitet. Nun zuerst nicht allzu steil und in einem lang gezogenen Rechtsbogen geht es zügig hinauf zum höchsten Punkt des Weißensteins (2.160 m, Abb. 6), eines Gipfels, der als solcher kaum wahrzunehmen ist. Für den gesamten Aufstiegsweg vom Lobenbachtal mit ca. 965 Hm benötigt man rund 2¾–3¼ Stunden.

Schon kurz bevor man den Weißenstein erklommen hat, sieht man, dass der sich nach Norden ziehende Kamm (Abb. 7) zu einem weiteren Gipfel führt. Dabei handelt es sich um den 2.187 Meter hohen Ameringkogel. Wer noch fit ist, kann in etwa 30 Minuten (hin und retour) den kaum mehr ansteigenden Kammweg (ca. 30 Hm) zur höchsten Erhebung der Stubalpe und damit des gesamten weststeirischen Randgebirges absolvieren. Etwa noch einmal so weit ist es zum Gipfelkreuz des Ameringkogels, das sich nördlich des höchsten Punktes befindet. Obwohl weiter im Norden in Sichtweite, sollte man aber, was die Gehzeit betrifft, den weiteren Abstieg in einen Sattel und den Aufstieg zum Größenberg (2.152 m) nicht unterschätzen. Dasselbe gilt für die weiteren Gipfel der Stubalpe, die östlich des Weißensteins liegen (Hofalmkogel mit 2.040 m und Speikkogel mit 1.993 m, Abb. 8). In den Sommermonaten, wenn die Fahrstraße bis zur Weißensteinhütte durchgehend befahrbar ist, ist eine ausführliche Gipfeltour (Weißensteinhütte–Speikkogel–Hofalmkogel–Weißenstein–Ameringkogel-–Größenberg–Weißenstein–-Weißensteinhütte) eine reizvolle Alternative zu unserem Wandertipp.

Wir aber steigen – die Saualpe und den Zirbitzkogel (Abb. 9) stets vor Augen – auf dem Aufstiegsweg in ca. 60 Minuten zur Weißensteinhütte und in weiteren 60–75 Minuten ins Lobenbachtal ab.
HM/Zeit:
Vom Lobenbachtal über die Weißensteinhütte auf den Weißenstein ca. 965 Hm in rund 2¾–3¼ Stunden (Aufstieg) bzw. 2,0–2¼ Stunden (Abstieg). Weg vom Weißenstein zum höchsten Punkt der Stubalpe (Ameringkogel): ca. 30 Hm in 30 Minuten hin und retour.
Zeitraum:
Mitte April–Mitte November
Anforderungen:
Mittellange, technisch einfache Tour auf meist gut markierten, aber teilweise steilen Wegen und Steigen.
Highlights:
Ausblick auf die Berge des weststeirischen Randgebirges, den Zirbitzkogel und die Saualpe; die breiten, jedoch teilweise steilen Almböden der Stubalpe.
Anfahrt:
Von Zeltweg in der Obersteiermark (S 36) bzw. von Wolfsberg/Abfahrt Bad St. Leonhard Obdach (A2) bis südlich des Ortes Obdach, dort Richtung Osten zum Tirolerwirt/Weißensteinhütte abzweigen. Entweder beim Tirolerwirt oder ca. 2,5 km weiter Richtung Weißensteinhütte fahren und im Lobenbachtal parken.
Einkehr:
Weißensteinhütte, Tirolerwirt


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