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Schneeberg über die Ostseite:
Der nördlichste und östlichste 2000er der Alpen
Abb. 1
Der Schneeberg (Abb. 1) ist mit 2.076 Metern nicht nur der höchste Berg Niederösterreichs, sondern auch der nördlichste und östlichste 2000er-Gipfel der Alpen. Mächtig erhebt sich diese Kalkscholle aus dem Puchberger Becken und ist von nah und fern eine imposante Erscheinung. Seine oft bis in den Sommer mit Schnee bedeckten Hochflächen sind von Wien, aber auch bis weit in die ungarische Tiefebene gut zu sehen. Umgekehrt hat man vom Gipfelplateau einen prachtvollen Rundblick, der bei guter Sicht einige hundert Kilometer in alle Richtungen reicht.

Wanderungen auf den Schneeberg sind – soweit man nicht eine der beiden Aufstiegshilfen, die traditionelle Zahnradbahn (Abb. 2) von Puchberg zum Berghotel am Schneeberg oder den Sessellift von Losenheim zur Edelweißhütte, in Anspruch nimmt – eine anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. Die meisten Ausgangspunkte für Touren liegen weit unter der 1000-Meter-Marke.

Die nachfolgend beschriebene Wanderung startet im Schneebergdörfl im südwestlichen Puchberger Becken. Beim Feuerwehrhaus auf ca. 720 m zweigt links eine Forststraße von der Dorfstraße ab. Zuerst neben Feldern – rechts von diesen ist die Ostseite des Schneebergs stets präsent (Abb. 3) – nur gering ansteigend, geht es weiter etwas steiler am linken Rand des Miseltals durch einen Waldstreifen in rund 30 Minuten zur Abzweigung des Herminensteiges, einer beliebten Aufstiegsvariante auf den Schneeberg für trittsichere, schwindelfreie und kletterfreudige Bergsteiger. Wenn man durch das Miseltal wandert, sieht man bereits hier hoch oben das altehrwürdige und mächtige Berghaus Schneeberg (Abb. 4). Unser Weg führt nun steil weiter taleinwärts, nach weiteren etwa 15–20 Minuten und insgesamt 200 Hm (Höhenmetern) zweigt links ein schmaler Steig ab. Dieser geht nun sehr steil, teilweise steinig und sogar ein wenig felsig an der Westflanke des Hohen Hengstes aufwärts zum Kaltwassersattel (1.320 m). Für diesen steilen rund 400 Hm-Aufstieg (Trittsicherheit!) benötigt man etwas mehr als eine Stunde. Von hier hat man erstmals einen Blick auf das Semmering- und das Wechsel-Gebiet. Entlang der Trasse der Schneeberg-Zahnradbahn führt der jetzt wieder breite Weg in wenigen Minuten zur Haltestelle Baumgartner (1.380 m), einer Zwischenstation der Schneebergbahn. Beliebt und berühmt ist die Hütte für die Riesen-Buchteln, die man unbedingt einmal probieren sollte. Im Blick hat man dabei den mächtigen Bergaufbau des Schneebergs (Abb. 5), der – wenn man schon vom bisherigen Aufstieg etwas erschöpft ist – schon ein wenig einschüchtern kann. Aber jetzt kommen erst die schönen Teile der Tour.

Noch kurz links entlang der Schienen, die man nach ca. 10–15 Minuten quert, geht es dann weiter zur Waldgrenze und schließlich durch Latschen steil aufwärts. Links und später rechts biegen dabei der südliche und der nördliche „Grafensteig“ ab, auf denen man mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auf rund 1.400 Meter den Schneeberg umkreisen kann. Auf diesem teilweise steilen und steinigen Wegteil kann man sich immer wieder an schönen Ausblicken – zum Beispiel zur in Richtung Südwesten liegenden Rax (Abb. 6) und zum südlich von uns gelegenen Krummbachstein (Abb. 7) oder hinunter ins Puchberger Becken – erfreuen. Vom Baumgartner benötigt man rund 1½ Stunden, bis man das almenreiche Hochplateau des Schneebergs erreicht.

Dort begrüßen das Elisabethkirchlein (Abb. 8), das zum Gedenken an die Ermordung von Kaiserin Elisabeth („Sisi“) errichtet wurde, die neu gebaute Bergstation der Zahnradbahn und das altehrwürdige Berghaus Schneeberg (ca. 1.800 m) die Wanderer. Bis hierher hat man bereits fast 1.100 Hm in etwa 3,0–3½ Stunden bewältigt. Wer – verständlicherweise – schon etwas müde ist und nicht plant, mit der Bahn nach Puchberg am Schneeberg ins Tal zu fahren (Tipp: rechtzeitig Talfahrt-Ticket mit Platzkarte besorgen, von Puchberg kann man sich dann mit dem Taxi ins Schneebergdörfl chauffieren lassen) sollte auf der Terrasse des Berghauses den wunderschönen Ausblick (Abb. 9) weit über das Puchberger Becken hinaus bis nach Wien und zum Neusiedler See genießen.

Wanderer, die noch fit sind, können noch den Gipfel des Schneebergs, das Klosterwappen (2.076 m), besteigen. Dafür marschiert man fast eben auf einem Karrenweg bis zum Damböck Haus und von dort auf einem immer steiler werdenden Wiesenpfad (Abb. 10) über den Ochsenboden bis zum mächtigen Gipfelkreuz (Abb. 11) mit wundervollen Weitblick Richtung Westen (Abb. 12), das leider seit einigen Jahren von einer Wetterstation flankiert wird. Von dort geht es dann weiter am Gipfelkamm zum Fischerhaus und dem dahinter liegenden Kaiserstein (2.061 m, Abb. 13) und dann am Karrenweg wieder abwärts zum Damböck Haus mit Blick zum Waxriegel (Abb. 14) und retour zum Berghaus Schneeberg. Für die gesamte Runde, auf der man speziell an sonnigen Wochenenden sicherlich nicht alleine ist, sollte man rund 1½–2,0 Stunden einplanen.

Direkt hinter dem Berghaus Schneeberg befindet sich mit dem Waxriegel (1.888 m) ein weiterer, kleinerer Gipfel, den man in 15–20 Minuten besteigen kann (Abstieg 10 Minuten) und der ebenfalls einen schönen Ausblick auf große Teile der Wiener Hausberge und in westlicher Richtung zum Klosterwappen sowie zum Kaiserstein mit dem Fischerhaus (Abb. 15) bietet.

Für den Abstieg vom Berghaus ins Schneebergdörfl benötigen gute Berggeher etwa 2¼–2¾ Stunden. Alles in allem eine anspruchsvolle, zeitlich aufwändige Tour, bei der man aber die schönen Seiten des nördlichsten und östlichsten Zweitausenders der Alpen kennenlernen kann.

Wanderungen auf den Schneeberg sind – soweit man nicht eine der beiden Aufstiegshilfen, die traditionelle Zahnradbahn (Abb. 2) von Puchberg zum Berghotel am Schneeberg oder den Sessellift von Losenheim zur Edelweißhütte, in Anspruch nimmt – eine anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. Die meisten Ausgangspunkte für Touren liegen weit unter der 1000-Meter-Marke.

Die nachfolgend beschriebene Wanderung startet im Schneebergdörfl im südwestlichen Puchberger Becken. Beim Feuerwehrhaus auf ca. 720 m zweigt links eine Forststraße von der Dorfstraße ab. Zuerst neben Feldern – rechts von diesen ist die Ostseite des Schneebergs stets präsent (Abb. 3) – nur gering ansteigend, geht es weiter etwas steiler am linken Rand des Miseltals durch einen Waldstreifen in rund 30 Minuten zur Abzweigung des Herminensteiges, einer beliebten Aufstiegsvariante auf den Schneeberg für trittsichere, schwindelfreie und kletterfreudige Bergsteiger. Wenn man durch das Miseltal wandert, sieht man bereits hier hoch oben das altehrwürdige und mächtige Berghaus Schneeberg (Abb. 4). Unser Weg führt nun steil weiter taleinwärts, nach weiteren etwa 15–20 Minuten und insgesamt 200 Hm (Höhenmetern) zweigt links ein schmaler Steig ab. Dieser geht nun sehr steil, teilweise steinig und sogar ein wenig felsig an der Westflanke des Hohen Hengstes aufwärts zum Kaltwassersattel (1.320 m). Für diesen wirklich steilen rund 400 Hm-Aufstieg (Trittsicherheit!) benötigt man etwas mehr als eine Stunde. Von hier hat man erstmals einen Blick auf das Semmering- und das Wechsel-Gebiet. Entlang der Trasse der Schneeberg-Zahnradbahn führt der jetzt wieder breite Weg in wenigen Minuten zur Haltestelle Baumgartner (1.380 m), einer Zwischenstation der Schneebergbahn. Beliebt und berühmt ist die Hütte für die Riesen-Buchteln, die man unbedingt einmal probieren sollte. Im Blick hat man dabei den mächtigen Bergaufbau des Schneebergs (Abb. 5), der – wenn man schon vom bisherigen Aufstieg etwas erschöpft ist – schon ein wenig einschüchtern kann. Aber jetzt kommen erst die schönen Teile der Tour.

Noch kurz links entlang der Schienen, die man nach ca. 10–15 Minuten quert, geht es dann weiter zur Waldgrenze und schließlich durch Latschen steil aufwärts. Links und später rechts biegen dabei der südliche und der nördliche „Grafensteig“ ab, auf denen man mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auf rund 1.400 Meter den Schneeberg umkreisen kann. Auf diesem teilweise steilen und steinigen Wegteil kann man sich immer wieder an schönen Ausblicken – zum Beispiel zur in Richtung Südwesten liegenden Rax (Abb. 6) und zum südlich von uns gelegenen Krummbachstein (Abb. 7) oder hinunter ins Puchberger Becken – erfreuen. Vom Baumgartner benötigt man rund 1½ Stunden, bis man das almenreiche Hochplateau des Schneebergs erreicht.

Dort begrüßen das Elisabethkirchlein (Abb. 8), das zum Gedenken an die Ermordung von Kaiserin Elisabeth („Sisi“) errichtet wurde, die neu gebaute Bergstation der Zahnradbahn und das altehrwürdige Berghaus Schneeberg (ca. 1.800 m) die Wanderer. Bis hierher hat man bereits fast 1.100 Hm in etwa 3,0–3½ Stunden bewältigt. Wer – verständlicherweise – schon etwas müde ist und nicht plant, mit der Bahn nach Puchberg am Schneeberg ins Tal zu fahren (Tipp: rechtzeitig Talfahrt-Ticket mit Platzkarte besorgen, von Puchberg kann man sich dann mit dem Taxi ins Schneebergdörfl chauffieren lassen) sollte auf der Terrasse des Berghauses den wunderschönen Ausblick (Abb. 9) weit über das Puchberger Becken hinaus bis nach Wien und zum Neusiedler See genießen.

Wanderer, die noch fit sind, können noch den Gipfel des Schneebergs, das Klosterwappen (2.076 m), besteigen. Dafür marschiert man fast eben auf einem Karrenweg bis zum Damböck Haus und von dort auf einem immer steiler werdenden Wiesenpfad (Abb. 10) über den Ochsenboden bis zum mächtigen Gipfelkreuz (Abb. 11) mit wundervollen Weitblick Richtung Westen (Abb. 12), das leider seit einigen Jahren von einer Wetterstation flankiert wird. Von dort geht es dann weiter am Gipfelkamm zum Fischerhaus und dem dahinter liegenden Kaiserstein (2.061 m, Abb. 13) und dann am Karrenweg wieder abwärts zum Damböck Haus mit Blick zum Waxriegel (Abb. 14) und retour zum Berghaus Schneeberg. Für die gesamte Runde, auf der man speziell an sonnigen Wochenenden sicherlich nicht alleine ist, sollte man rund 1½–2,0 Stunden einplanen.

Direkt hinter dem Berghaus Schneeberg befindet sich mit dem Waxriegel (1.888 m) ein weiterer, kleinerer Gipfel, den man in 15–20 Minuten besteigen kann (Abstieg 10 Minuten) und der ebenfalls einen schönen Ausblick auf große Teile der Wiener Hausberge und in westlicher Richtung zum Klosterwappen sowie zum Kaiserstein mit dem Fischerhaus (Abb. 15) bietet.

Für den Abstieg vom Berghaus ins Schneebergdörfl benötigen gute Berggeher etwa 2¼–2¾ Stunden. Alles in allem eine anspruchsvolle, zeitlich aufwändige Tour, bei der man aber die schönen Seiten des östlichsten Zweitausenders der Alpen kennenlernen kann.
HM/Zeit:
Vom Schneebergdörfl über das Miseltal und die Haltestelle Baumgartner zum Berghaus Schneeberg ca. 1.100 Hm in etwa 3,0–3½ Stunden (Aufstieg) bzw. ca. 2¼–2¾ Stunden (Abstieg), für die Rundtour zum Damböck Haus, Klosterwappen (Gipfel), Fischerhaus und retour zusätzliche ca. 270 Hm in etwa 1½–2,0 Stunden oder Aufstieg zum Waxriegel mit ca. 90 Hm in ca. 15–20 Minuten (Aufstieg) bzw. 10 Minuten (Abstieg).
Zeitraum:
Mai–Oktober (je nach Schneelage)
Anforderungen:
Lange, anstrengende und steile, technisch nicht allzu schwierige Wanderung, bei der stellenweise Trittsicherheit erforderlich ist.
Highlights:
Toller Rundblick; das Hochplateau am Schneeberg; die Zahnradbahn
Anfahrt:
Auf der Südautobahn A 2 bis Abfahrt Wr. Neustadt West, dort in westlicher Richtung auf der Bundesstraße B 26 ca. 26 km bis Puchberg am Schneeberg oder auf der Schnellstraße S 6 bis Abfahrt Neunkirchen, weiter nach Ternitz und von dort auf der Bundesstraße B 26 ca. 15 km bis Puchberg am Schneeberg. Von Puchberg am Schneeberg weiter in westlicher Richtung (Losenheim) auf einer Landstraße ca. 2 km bis zur Abzweigung zum Schneebergdörfl (ca. 1,5 km) und im Ort in der Nähe des Feuerwehrhauses parken.
Einkehr:
Haltestelle Baumgartner, Berghaus Schneeberg; bei großer Gipfelrunde: Damböck Haus, Fischerhaus.
Koordinaten Ausgangspunkt:
Referenzsystem ETRS89
Geogr. Länge/Breite: 15°51‘54‘‘/47°46‘36‘‘
Rechtswert (UTM): 564815 m (Zone: 33 N)
Hochwert (UTM): 5291865 m (Zone: 33 N)

BEV Plan:
ÖK50/4212


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