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Steinplan:
Schöne Rundtour von Hof zu Hof
Abb. 1
Umgeben von der Gleinalpe (Speikkogel, 1.988 m) im Osten, der Stubalpe (Ameringkogel, 2.187 m) im Süden, den Seetaler Alpen (Zirbitzkogel, 2396 m) im Westen und den Seckauer Tauern (Hochreichart, 2.416 m, Seckauer Zinken, 2.397 m) im Norden, bildet der Hausberg der Aichfeld-Gemeinde Knittelfeld, der 1.670 Meter hohe Steinplan (Abb. 1), eine großartige Aussichtsplattform in einer wunderschönen Almenlandschaft.

Die nachfolgend beschriebene Tour startet vom Hof Oberkamper, der wie auf einem Balkon auf 1.210 Metern hoch über dem kleinen Ort Kleinlöbming liegt. Auf einer schmalen Straße, auf der man den auf der Sonne beschienen Hängen stehenden Bauernhof (Abb. 2) schon bei der Anfahrt gut sieht, kann man bis knapp vor dem Oberkamper fahren. Etwa 100 Meter vor dem Hof stehen bei einer Abzweigung beim Waldrand einige wenige Parkplätze (ca. 1.195 m) zur Verfügung. Von hier kann man bereits die Stubalpe und etwas westlich den Zirbitzkogel (Abb. 3) bewundern. Nachdem man den stattlichen Hof durchschritten hat, weist eine kleine Hinweistafel den Weg (Nr. 21) auf den Steinplan. Es geht gleich steil über eine Wiese zu einem kleinen Wegkreuz und dann – rot markiert – weiter hinauf zur Stadlmoarhütte, einen weiteren Bauernhof. An diesem links vorbei, wandert man weiter teilweise über offenes Gelände (Abb. 4), bis man eine Forststraße erreicht, die man einmal quert, beim zweiten Mal biegt man rechts ab und marschiert rund 5–10 Minuten kaum ansteigend auf dieser Forststraße bis zu einer ehemaligen Jagdhütte. Insgesamt benötigt man vom Ausgangspunkt bis hierher rund 30–45 Minuten, in denen man rund 220 Hm (Höhenmeter) bewältigt hat. Vor allem an heißen Sommertagen ist es ratsam früh aufzubrechen, auf dem Weg bis hierher gibt es nur wenig Schatten.

Das ändert sich nun. Noch wenige Meter auf der Forststraße, dann biegt ein anfangs nur mäßig steiler Steig links ab und führt, nachdem man die Forststraße nochmals gequert hat, im Wald zu einem großen, offenen Almgelände. Unser Weg bleibt aber links davon im Wald und führt neben einem Zaun – nun steiler werdend – direkt aufwärts. Kurz bevor man das Ziel, den Gipfel und das Steinplan Schutzhaus der Naturfreunde, erreicht, muss man etwas umständlich bei der Einbiegung des Weges, der vom Gaberl hierher führt, den Zaun überklettern. Die letzten etwa 50 Hm geht es nun auf offenem Gelände steil zum Gipfel (Abb. 5). Insgesamt braucht man für die rund 475 Hm vom Hof Oberkamper nicht mehr als 75–90 Minuten.

Man sollte die Aussicht auf die umliegenden 2000er auf jeden Fall gründlich genießen, auch wenn letzte Hochwaldreste den freien Blick etwas behindern. Es gibt am östlich des Gipfels gelegenen Wiesenplateau (Abb. 6) genügend Platz zum Schauen, Rasten und für Kinder zum Herumtollen. Oder man lässt sich im Schutzhaus (Abb. 7) mit Speis und Trank verwöhnen oder genießt den Blick Richtung Norden abwärts nach Knittelfeld und den gegenüber liegenden Seckauer- und Gaaler Tauern (Abb. 8). Wer direkt auf dem Weg 21 wieder zum Ausgangspunkt absteigt, der benötigt dafür – immer wieder mit großartigem Ausblick Richtung Südwesten (Abb. 9) – höchstens 60–75 Minuten.

Wir empfehlen aber die Tour Richtung Westen fortzusetzen. Es geht anfangs über offenes Gelände abwärts. Nach rund 5 Minuten biegt unser rot markierter Weg (Nr. 502) in das steile und etwas steinige, bewaldete Gelände ab. Vor allem im Frühjahr können hier Schnee- und auch Eisreste den steilen Abstieg etwas mühsam machen. Nach rund 30 Minuten, man erreicht dabei erneut offeneres Gelände (Abb. 10), wird der Weg wieder flacher. Dieser führt nun weiter in Richtung Norden und man kann einen schönen Blick hinunter ins Aichfeld und zu den östlichen Ausläufern der Niederen Tauern (Abb. 11) genießen. Wer gute Augen hat, kann bei halbwegs guter Sicht auch die kleine Wallfahrtskirche Maria Schnee erkennen. In einem weiten Bogen und nur mäßig abfallend führt unser Weg nun in westlicher Richtung zu einer weiteren, nun etwas größeren Alm, die oberhalb der Größinghütte liegt. Nachdem man sich ca. 150 Meter auf freiem Gelände bewegt hat, hat man bei einer Weggabelung den westlichsten Punkt unserer Rundtour erreicht. Die großen Wiesen laden hier zu einer weiteren Rast ein. Wer Lust hat, steigt kurz (3 Minuten) auf dem Weg Richtung Knittelfeld bis auf den Sattel, um nochmals und zum letzten Mal auf dieser Wanderung den weiten Ausblick in Richtung Norden (Abb. 12) und vor allem Nordosten bis zum Hochschwab (Abb. 13) sowie Richtung Osten retour zum bisherigen Abstiegsweg (Abb. 14) zu genießen. Vom Gipfel des Steinplans, dessen bewaldeten Gipfelaufbau man hier nun auch sehr gut sehen kann, bis hierher sollte man rund eine Stunde Gehzeit einplanen.

Nun wird es etwas komplizierter: Man steigt bei der vorher genannten Abzweigung über den Viehzaun und wandert auf einem Waldsteig nach Südwesten etwa 10 Minuten in Richtung Großlöbming. Bei einer großflächigen Lichtung angekommen, sieht man bereits die breite Forststraße, zu der man weiter – hier bereits mit Blick zum Hof Oberkamper (Abb. 15) – absteigt und in diese links abbiegt. Auf der Forststraße geht es nun Richtung Osten weiter leicht abwärts bis zu einer Weggabelung. Hier halten wir uns links und steigen weiterhin auf einer Forststraße mäßig steil aufwärts zum Hof Gruberbauer. Links an diesem vorbei, muss man nun wieder etwas steiler zuerst kurz durch einen Wald und dann weiter im offenen Gelände bis zu einer weiteren Forststraße aufsteigen. Auf dieser nun nach rechts abbiegen und fast eben zur Spitalalm weitergehen. Unterhalb von dieser vorbei und abwechselnd durch ein Waldstück und offenes Gelände – nochmals mäßig abfallend – , geht es, die schönen Ausblicke (Abb. 16) genießend, zurück zum Ausgangspunkt beim Hof Oberkamper. Wer sich nicht für den direkten Abstieg vom Steinplan, sondern für die Rundtour entschieden hat, sollte für den Rückweg vom Gipfel ca. 2,0–2¼ Stunden berechnen. Ein Umweg, der sich aber auf alle Fälle lohnt!
HM/Zeit:
vom Hof Oberkamper auf den Steinplan ca. 475 Hm in ca. 75–90 Minuten, für den direkten Rückweg benötigt man 60–75 Minuten. Für den Rückweg über die Alm oberhalb der Größinghütte sollte man mit einer zusätzlichen Gegensteigung von etwa 130 Hm ca. 2,0–2¼ Stunden einplanen.
Zeitraum:
April–November
Anforderungen:
Technisch einfache Tour auf meist gut markierten Steigen und Forstwegen. Abstieg vom Steinplan bei Rundtour teilweise steil, Schnee- und Eisreste in den nördlichen Schattenlagen zu Beginn des Frühjahrs möglich!
Highlights:
Blick auf die umliegenden Berge und ins Aichfeld, zahlreiche, wunderbar in der Almgelände gelegene Höfe und Hütten
Anfahrt:
Auf der S 6 (Murtal-Schnellstraße) bis Abfahrt Knittelfeld-West und dann südlich der Mur zuerst nach Großlöbming und von dort ca. 6,0 km weiter nach Kleinlöbming. Im Ort nicht zum Gaberl (günstigste Anfahrt von Graz!) abbiegen, sondern die schmale Bergstraße (Richtung Steinplan) ca. 6,0 km hinauf zum Hof Oberkamper. Kurz (ca. 100 m) vor diesem stehen am Waldrand bei einer Abzweigung einige wenige Parkplätze zur Verfügung.
Einkehr:
Steinplan Schutzhaus


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